First day of school

Hey there!

Mein erster Schultag war am Donnerstag und ich musste um 5:55 Uhr aufstehen. Schulbus kann ich mit meiner Gastschwester zusammen fahren, obwohl sie in die Middle School und ich in die 11. Klasse der High School gehe.

Als erstes hatte ich „Homeroom“ bei einem Deutschlehrer an der Schule. Da es noch eine zweite deutsche Austauschschülerin aus Essen an meiner Schule gibt, war ich nicht alleine. Das war echt gut. Als erstes hatte ich danach Bio. Aber da waren irgendwie nur 9.-Klässler, deshalb bin ich in einen höheren Biokurs gewechselt. Ich habe zwischen den Stunden an meiner Schule nur 6min Pause. Deshalb muss ich immer zu meinem nächsten Kurs rennen und den Raum natürlich erstmal finden. Zwischendurch muss ich dann zu meinem Locker um andere Schulsachen zu holen. Den zu öffnen war auch gar nicht so einfach ^^. Im zweiten Block hatte ich Mathe. Der Lehrer ist total nett und entspannt. Die Leute in dem Kurs haben sich auch sehr gefreut dass ich aus Deutschland komme 🙂 Die Stunden gehen immer 1,5 h lang. Also habe ich 4 pro Tag. Und jeden zweiten Tag eben die gleichen Fächer. Im dritten Block hatte ich Sport aber wir haben nur unsere Locker bekommen und geredet. Die Schüler, mit denen ich gesprochen habe, haben sich immer ziemlich gefreut als sie erfahren haben, dass ich aus Deutschland komme. Lunch war im dritten Block, der 2h lang ist. Da war es etwas komisch weil ich zuerst nicht wusste, wohin ich mich setzten sollte. Aber ich saß dann neben einem Mädchen, das selbst neu an der Schule war. Im letzten Block hatte ich Englisch. Die Lehrerin ist supernett und obwohl sie ziemlich schnell spricht, versteht man sie eigentlich ganz gut. Reden ist eigentlich viel schwerer als die Leute zu verstehen. Der erste Schultag war eigentlich ganz schön. Und die Lehrer geben einem in jeder Stunde eine Liste mit den Dingen, die man brauch oder wie benotet wird in dem Fach.

Meine Schule geht immer von 7:25 bis 14:00. Aber mein Schulbus kommt um 7:45. Und davon gibt es hier sehr viele!

Am Freitag hatte ich nach Homeroom zuerst Kunst. Das Mädchen an meinem Tisch hat ziemlich undeutlich gesprochen, von daher war es schwer für mich, sie zu verstehen und ich musste öfter nachfragen :/ Im zweiten Block hatte ich Spanisch III. Der Kurs war für mich eigentlich leicht weil ich schon 4 Jahre Spanisch in Deutschland hatte. Deshalb gehe ich jetzt in Spanisch IV. Mal sehen, wie das dann ist 🙂 Nach dem Lunch hatte ich „Advanced Food Preparation“. Die Lehrerin ist sehr nett und dort habe ich mich auch länger mit zwei Schülern unterhalten. Das war echt cool. Als letztes an dem Tag hatte ich U.S. History. Der Lehrer war auch total toll und hilft mir weil ich ja noch nicht so viel U.S. Geschichte hatte wie meine Mitschüler. Er hat sogar auf Google Maps gesucht, wo ich wohne. Das war echt lustig.

Und ich wurde z.B. gefragt, ob ich schon mal auf der „Autobahn“ gefahren bin oder ob die englische Musik in Deutschland auf Deutsch läuft.

Wir waren auch noch Schulsachen einkaufen, was ziemlich teuer ist! Ich brauchte nämlich für jeden Kurs einen Ordner und einen Block. Bevor die Schule begann, habe ich eigentlich nur einen Folder für die ganzen Zettel und einen Block zum Schreiben. Und Kunstsachen sind sehr teuer -_- . Und die Schule hat eine Sportuniform, die ich für 30$ kaufen musste. Die Uniform muss ich immer im Sportunterricht tragen. Nach der Schule fange ich morgen mit Cross Country an. Bin mal gespannt, wie das wird weil es nächste Woche um 35°C warm sein soll ^^

Mal sehen, also bis bald!

Grüße aus Baltimore, Nati <3

Erste Woche in den USA

Hey guys!

Nun bin ich „schon“ eine Woche in den USA und ich liebe es! Vor genau 7 Tagen haben mich meine Familie und Freunde zum Flughafen gebracht. Natürlich wurde beim Abschied viel geweint, aber mir steht ja auch ein tolles Jahr bevor!

Aus Deutschland und Frankreich sind alle Schüler nach München geflogen und wir haben die holländischen Austauschschüler in Newark im Hotel („Doubletree by Hilton“) getroffen. Das war ein sehr langer Tag und wir haben uns wirklich auf das Bett gefreut!

Am Donnerstag haben wir dann eine Bustour mit einem Guide durch NYC gemacht und viele Sehenswürdigkeiten gesehen. Wir sind zwischendurch immer ausgestiegen um z.B den Central Park, China Town oder den Hauptbahnhof zu „besichtigen“ ^^. Am Abend waren wir am Times Square und im Hardrock Café! Viele haben sich dort einen Pullover gekauft und das Essen war echt gut! Der Times Square ist beeindruckend – aber nur bei Nacht 🙂 Wegen des Verkehrs in NYC waren wir leider zu spät und konnten deshalb am Abend nicht mehr auf den Rockefeller Center gehen („Top of the Rock“).

Freitag haben wir eine Bootstour gemacht um die Skyline von NYC und die Freiheitsstatue zu sehen. Danach waren wir auf Coney Island, wo es einige Achterbahnen und z.B. ein Riesenrad gab. Das wäre aber sehr teuer gewesen, also sind die meisten an den Strand gegangen und haben die Sonne genossen 🙂 Danach gab es Abendbrot – um 16:15! Das Essen war nicht so gut, aber dass wir auf den Rockefeller Center und danach zum Times Square gegangen sind, hat das wieder wett gemacht 🙂

Samstag war der Tag, an dem alle zu ihren Familien fliegen sollten. Die Zimmer im Hotel wurden schon so eingeteilt, dass die Leute immer zur gleichen Zeit aufstehen mussten um zum Flughafen zu fahren. Die erste Gruppe musste um 4 Uhr aufstehen! Ach ja; es gab eine Buddy-Liste auf der jedem ein Buddy zugeteilt wurde. Man musste beim Durchzählen immer sagen ob der Buddy da war, sodass man schneller wusste, wer fehlte. 2 Buddy-Paare haben sich dann immer ein Zimmer geteilt und diese Aufteilung durfte nicht geändert werden… Wie auch immer, am Samstag sollte ich nach Baltimore zu meiner Gastfamilie mit 3 weiteren Mädchen fliegen! Wir waren in der letzten Gruppe, die zum Flughafen gefahren ist und sind ca. um 9 Uhr da gewesen. Wir sollten um 12:09 fliegen und haben dann an unserem Gate gewartet. Da der Flug immer wieder nach hinten verschoben wurde, mussten wir unsere Betreuer informieren, sodass unsere Gastfamilien Bescheid wussten. Aber dann, gegen 15:00 wurde unser Flug gecancelt!

Dann haben wir probiert, Bahnkarten nach Baltimore zu bekommen weil an dem Tag wegen Radarprobleme kein Flug mehr nach Maryland, Pennsylvania und Washington D.C. gehen sollte. Also haben wir probiert, die Betreuer zu erreichen und uns Tickets und unser Gepäck geholt.. Am Bahnhof dann wollten wir uns „richtige“ Tickets holen, was uns aber nicht erlaubt wurde, da wir minderjährig (nicht 21) waren. Also haben wir wieder gewartet, bis uns eine Betreuerin zum Flughafen zurückbrachte. Dort wurden unsere Flüge dann für Sonntag umgebucht und wir mussten die Nacht am Flughafen verbringen. Die Betten waren nicht die besten und ich habe auch nicht so viel geschlafen, aber es war okay. Am nächsten Tag bin ich dann nach Washington D.C. und nicht nach Baltimore geflogen, weil alle Flüge dahin schon ausgebucht waren…

Sonntag war ich dann endlich bei meiner Gastfamilie! Nach dem langen Abenteuer gab es auch viel zu erzählen und das erste Aufeinandertreffen war toll! Am selben Tag habe ich noch die Familie meiner mom kennengelernt und zum ersten Mal Krabben gegessen, wofür Maryland bekannt ist. Die ganze Familie ist total nett und sie haben meinen Namen auf die ganzen Glastüren geschrieben 🙂 Das war so süß!

Montag konnte ich dann auspacken und entspannen.. Da meine Gasteltern an der Schule arbeiten und diese nächste Woche beginnt, müssen sie leider immer arbeiten und sind vormittags nicht zuhause. Aber sie haben mir am Abend noch den Park hier in der Nähe gezeigt und wir waren bei Chick-Fil-A ^^

Dienstag Abend haben wir das Volleyball-Netz aufgebaut und ein bisschen gespielt 🙂 Wir sind aber alle nicht gerade die besten Volleyballer.

Heute haben wir Kekse gemacht – Sugar Cookies! Die sind seeeehr lecker. Nach dem Abendbrot sind wir noch mit meiner Tante ins Sportstudio gefahren.

Mit dem Koffer sind die übrigens nicht so streng.. Auf dem Hinflug hatte ich 1,4kg Übergewicht (eigentlich darf man nur 23kg haben) und beim Handgepäck hatte ich bestimmt viel mehr als 8kg.. Aber ich würde mich besser an die Vorschriften halten, da die Amerikaner ein bisschen strenger damit sind..

Dann bye bye und bis dann!

Grüße aus Forest Hill, Nati <3

 

Endlich eine Gastfamilie!

Hey there 🙂 endlich habe ich eine Gastfamilie bekommen und kann meinen ersten Blog-Eintrag machen 🙂

Ich bin Natalie, 15 Jahre alt und gehe jetzt für ein Jahr in die USA. Ich habe vor einer knappen Woche erst meine Gastfamilie bekommen, worauf ich natürlich die ganze Zeit schon gewartet habe… Aber erst mal von Anfang an:

Im Spätsommer letzten Jahres habe ich mich bei Ayusa für das Auslandsjahr und ein Teilstipendium (Kunst) beworben. Ich hatte dafür ein kleines „Buch“ gemacht, da man ja etwas Kreatives als Bewerbung für das Stipendium zu Ayusa schicken sollte. Außerdem musste ich einen Brief schreiben und habe von meinem Trainer, meiner Klavierlehrerin,… Empfehlungsschreiben abgegeben. Nebenbei musste ich noch die Bewerbungsunterlagen für das Auslandsjahr im Internet ausfüllen.. Das hat ziemlich lange gedauert! Man muss nämlich z.B. auch einen Brief an die zukünftige Gastfamilie schreiben, der dann in der Internet-Bewerbung auf Ayusa.org zu sehen ist. Dann wurde ich zu einem „Stipendien-Auswahltag“ in Berlin eingeladen, wobei man sich zwischen 3 Wochentagen (und München, Berlin und Hamburg) entscheiden konnte.

Bei dem Auswahltag mussten wir dann so kleine Gruppenarbeiten und Spielchen machen und wurden dabei eben „beobachtet“. Das ist zwar erstmal etwas komisch, aber nicht so schlimm 😉 Außerdem gab es ein einzel-Interview bei dem einfach nur die Sachen nochmal abgefragt wurden, die man auch schon in der Bewerbung für das Auslandsjahr beantwortet hat. Man braucht also keine Angst zu haben, denn man geht ja auch ins Ausland um die Sprache zu lernen und muss bei dem Interview (in Englisch) nicht gleich schon perfekt sein!

Bei dem Auswahltag wurde auch gleich schon der Sprachtest gemacht, den man sonst bei einem Termin mit Ayusa auch machen müsste. Der Test war jetzt nicht so schlimm, außerdem besteht man auch, wenn man nur die Hälfte richtig hat! Also: keine Sorge.. Das Ergebnis erfährt man übrigens nicht 🙂

Dann ging das erste Warten los… Im Dezember (glaube ich) kam dann die Bestätigung, dass ich das Stipendium bekommen habe (wenn auch nicht in der Höhe, die ich mir erhofft hatte) :):):)

Wenn man dann die Bewerbung für das Auslandsjahr beendet hatte, kam man auf eine Internetseite (Ayusa.org – Meet our students), auf der die Familie im Ausland einen auswählen kann. Dort wird ein Foto sichtbar sein, eine „Allgemein-Info“ zu sich selbst und die Briefe, die man in der Bewerbung schreiben sollte.

Und dann muss man wieder warten… Ich war so gespannt, dass ich oft auf die Seite geschaut habe um zu sehen, ob ich ausgewählt wurde (dann ist man da ja nicht mehr drauf).

Im Juni gab es dann ein Vorbereitungstreffen in Berlin. Das ging von Samstag bis Sonntag (Übernachtung in einer Jugendherberge nahe des Bahnhofs). An den beiden Tagen war das Wetter ausgerechnet so gut (seeeehr heiß), dass keiner so richtig Lust hatte, was zu machen.. Aber am ersten Tag mussten wir wieder Gruppenarbeiten machen und am Abend sind wir noch zum Reichstag „spaziert“ und haben entweder Pitch Perfect oder das Champions-League-Finale geschaut und uns viiiieeel unterhalten. Die anderen Austauschschüler waren echt nett und ich habe mit einigen immer noch Kontakt :). Deshalb freue ich mich auch, manche auf der New-York-Reise (bevor ich zu meiner Gastfamilie komme) wieder zu sehen und die anderen dann nächstes Jahr auf dem Returnee-Treffen 🙂 Viele konnten damals schon von ihren Gastfamilien berichten und meine Anspannung stieg!

Und nun habe ich endlich seit 6 Tagen die Gewissheit, dass ich eine Familie habe :):):):) Ich habe mich sooooooo gefreut und wollte dann natürlich sofort wissen, ob ich Geschwister habe, wo ich hinkomme, wie die Schule ist usw…. Kurze Zeit nachdem ich aus der Internetseite rausgenommen wurde, bekam ich eine Mail von Ayusa. Darin stand mein Abflugdatum (von jetzt nur noch eineinhalb Wochen!) und natürlich der Ort, Informationen über meine Gastfamilie und die Schule. Außerdem hat mir meine Familie einen Brief geschrieben und ich durfte schon mal ein paar Fotos vom Haus sehen! Man bekommt aber noch Post von Ayusa, wo mehr über den Bundesstaat, die Flugdaten usw. steht!

Ich musste meiner Gastfamilie am Abend natürlich noch eine E-Mail  schreiben und habe am nächsten Morgen auch gleich eine Antwort bekommen! In knapp 2 Wochen werde ich in Forrest Hill, einem „Vorort“ von Baltimore in Maryland sein. Das liegt an der Ostküste der USA und ist ca. 1,5h von Washington D.C. und 3-3,5h von New York City entfernt. Der Strand ist mit dem Auto innerhalb von 25min erreichbar! Ich habe mich soooooo gefreut. Erst mal finde ich den Ort klasse und außerdem habe ich eine 13-jährige Gastschwester und natürlich 2 Eltern 🙂 Und 2 Hunde, die richtig süß sind! Meine Gastmutter und meine Gastschwester haben sich dann extra noch Whatsapp runtergeladen, sodass wir jetzt immer schreiben können 🙂 Sie sind echt soo nett! Und wir haben auch schon festgestellt, dass wir Vieles gemeinsam haben 🙂 Meine Schule ist die North Harford High School und nicht so weit von meinem Zuhause entfernt. Alexis, meine Gastschwester, geht auf die Middle School und meine Gastmutter Susan arbeitet auch dort. Es gibt ein großes Angebot an Sportarten (auch Schwimmen, was ich unbedingt machen wollte) und viele Clubs 🙂

Ich hatte auch schon ein paar Gastgeschenke für meine Familie besorgt, aber da ich bis jetzt ja noch nicht wusste, wie die Konstellation sein würde, habe ich nur so ne Art Souvenirs und Bücher (1 Deutsch-Englisches Kochbuch (deutsche Küche), einen Berlin-Bilderband und sowas über die Eigenarten der Deutschen 😉 soll lustig sein). Außerdem ein paar Süßigkeiten von Haribo, ein Stück Mauer, einen Berlin-Anhänger (weil ich in einem Vorort Berlins wohne), einen Berlin-Stift und eine „Schneekugel“ mit dem Brandenburger Tor. Aber Ich will noch Fotos von der Umgebung machen, in der ich wohne, Schokolade kaufen und meiner Gastschwester vielleicht noch eine Berlin-Tasche:) Also als Gastgeschenke eignen sich immer typische Sachen aus der Region, in der man wohnt und deutsche Süßigkeiten, aber auch z.B. ein Fotobuch von sich, Kuckucksuhren (wenn die Gastfamilie die nicht schon von vorigen Austauschschülern bekommen hat 🙂 ) oder ein Deutschland-Trikot vielleicht wenn man einen Gastbruder hat 😉

 

So, jetzt habe ich ja genug geschrieben 🙂 Als nächstes geht’s ans Packen und ich habe noch überhaupt keine Ahnung, wie ich das machen soll! Wenn ich in den USA bin kann ich mehr sagen! 🙂 Also dann bis demnächst! <3

Ach ja: Ich fliege zuerst mit einer Gruppe für 3 Tage nach NYC bevor es zur Gastfamilie geht, ansonsten muss man auch den Flugtermin mit der Gastfamilie absprechen und die Flüge selber buchen 🙂

See ya ♥